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TU Wien prüft Erfordernis der S34 - Verkehrsentwicklung spricht dagegen!

Die Planungen der S34 basieren auf Prognosen der Verkehrsentwicklung im Traisen- und Pielachtal. Um 2005 den Bau der Schnellstraße zu begründen, und in das Bundesstraßengesetzt zu bringen wurden Prognosen erstellt. 

Wir denken, nachdem schon die halbe Zeit der Prognose (2005 – 2025) verstrichen ist, könnte man doch prüfen, ob die Vorhersagen der Planer und der ASFINAG auch eintreffen.

Wir haben daher das Verkehrsinstitut der TU Wien beauftragt, die aktuellen Verkehrszahlen zu erheben und mit denen der Prognose aus dem Jahr 2005 (1. Strategische Prüfung S34) zu vergleichen.

Dieses Statement kommt zum Schlusssatz, dass die Entwicklungen im Verkehrssystem den Bau der S34 nicht rechtfertigen!

hier das komplette PDF-Dokument

Wir haben die leitenden Beamten im BMVIT mit diesen Fakten konfrontiert. Man hat uns zu verstehen gegeben, dass es schon sein könne, das fachliche Fakten gegen dieses Projekt sprechen. Es sei auch möglich, dass gar keine Erfordernis aus verkehrstechnischer Sicht für eine Schnellstraße vorliegt und eine einfache Anschlussstelle oder lokale Umfahrung auch eine Entlastung für St. Georgen bringen könne.

Aber, so wurde uns erklärt: Die Politik hat die S34 beschlossen, der Bau ist im Bundesstraßengesetz festgeschrieben, also werden wir dieses Projekt umsetzen.

Fachliche Kompetenz ist eben nicht ausschlaggebend, wenn es um Verkehrsplanung in Österreich geht!

 

08.12.2014

Verkehrt-Politik in St.Pölten

Die S34 betrifft St.Pölten in besonderer Weise!

Besorgte Eltern und Lehrer haben sich zusammen getan, um diese Sorge auszudrücken: Es wäre besser, die Landeshauptstadt setze auf öffentliche Verkehrsmittel als auf den Bau einer Autobahn als "Ring um St.Pölten".

Das oberste Ziel der S34 soll (lt. Planung und ASFINAG) sein: Die Erreichbarkeit von St. Pölten (Anmerkung: mit dem eigenen KFZ!) zu erhöhen.  Es soll also leichter werden, mit dem Auto nach St. Pölten zu kommen.

Die Auswirkung eines solchen Zieles wurde im Verkehrsmodell Österreich-Ost 2013 durchgerechnet und ist Teil der Projektunterlagen zur S34: Der Verkehr durch den Bau der S34 wird in St. Pölten steigen! 

Die Verkehrsdichten in den Einfahrten B1 West und Ost, Knoten St. Pölten-Nord und auch am Europaplatz werden steigen!

Diese Steigerung entsteht durch induzierten Verkehr, also KFZ-Fahrten, die entstehen, WEIL die S34 gebaut wird. Das ist auch kein Wunder: Jede Netzerweiterung ist ein neues Angebot an die Autofahrer, die S34 hat sogar das Ziel, die Autos leichter nach St.Pölten zu bringen...

 

In Summe steigt der Schadstoffausstoß in der Region St. Pölten. Feinstaub und Luftschadstoffe halten sich nicht an Straßenverläufe. Die Luft in der Landeshauptstadt ist ohnehin schon sehr von NO2, CO2, Feinstaub, etc. belastet. Diese Situation soll nicht noch weiter verschlimmert werden.

Man könnte doch die Bahnen richtig gut ausbauen, um die Menschen nach St. Pölten zu bringen. Das würde den Verkehr nicht nur verlagern sondern verringern. 

Politiker, die das nicht erkennen (wollen), tragen bewusst oder unbewusst zur Verschlechterung der Lebensbedingungen in der Landeshauptstadt bei. Wir fordern sie hiermit im Namen unserer Kinder auf, die richtigen und zukunftsweisenden Entscheidungen zu treffen!

 

 

15.02.2013

ASFINAG Prognosen treffen nicht zu - S34 ist nicht notwendig!

Die Planung der aktuellen Variante der S34 geht auf Verkehrserhebungen in den Jahren 2003 und 2005 zurück. Damals wurden Zählstellen ausgewertet und in Verkehrsmodellen hochgerechnet, wie viele Autos in Zukunft auf der B20, Mariazeller Straße fahren werden.

Dokumentiert sind diese Zahlen in den "Strategischen Prüfungen" aus den Jahren 2005 und 2009, wo die Notwendigkeit der S34 mit genau diesen Hochrechnungen von der ASFINAG begründet wurde.

Nachdem nun schon einige Zeit (fast 10 Jahre) seit dieser Schätzung vergangen ist, kann man das Eintreffen dieser Hochrechnung überprüfen. Genau deshalb wurde das Institut für Verkehrsplanung der TU Wien beauftragt, sich diese Sache anzusehen.

Im Juni 2012 wurden Messungen des Verkehrsaufkommens in Traisen, St. Georgen und Spratzern  durchgeführt und mit den Prognosen der ASFINAG-Planer verglichen.

Die Schlussfolgerung kurz gefasst:

Die Prognosewerte der strategischen Prüfung aus dem Jahr 2005 sind deutlich überhöht und nachweislich nicht eingetreten!

Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung sind aus den bisherigen Entwicklungen der Verkehrsbelastung nicht zu begründen!

> mehr in der kompletten Studie Verkehrsuntersuchung B20

Es geht schon los, bevor noch eine UVP stattgefunden hat:

Die ASFINAG tritt an die Grundeigentümer heran, für Probebohrungen und Schürfungen müssen Grundstücke abgetreten werden, egal, ob man die S34 möchte oder nicht.

Selbst vor Enteignungen schreckt man nicht zurück!

mehr...

Die geplante Traisental-Schnellstraße soll nun - just vor den Landtagwahlen - kommen. Die Grünen wissen: Diese Schnellstraße braucht niemand, sie schadet Menschen und Umwelt.

Die ÖVP will ihrem Motto „mit Straßenbauten gewinnt man Wahlen“ offenbar treu bleiben, wie sonst ist es zu erklären, dass das Projekt Traisen-Schnellstraße nun in die Zielgerade geführt wird.

Für die Grünen muss das Sinnlos-Projekt endgültig abgeblasen werden: „Seit über 40 Jahren steht der Bau dieser Straße bereits im Raum. Just vor den niederösterreichischen Landtagswahlen steht jetzt die Umsetzung bevor“, wundert sich Sabine Hippmann von den Grünen Wilhelmsburg.

Auch die Verkehrssprecherin der Grünen im NÖ Landtag, Amrita Enzinger, vermutet, dass es sich dabei um keinen Zufall handelt: „Pröll drückt dieses Prestigeprojekt durch – und das gegen den Willen und zum Nachteil der Bevölkerung“, so die Grüne Verkehrssprecherin.

>> Die Grünen Niederösterreich

Neue Straßen, Einkaufszentren, Einfamilienhäuser: Täglich verschwindet die Fläche von 21 Fußballfeldern. Bauern schlagen Alarm.

>> kurier.at

Das Auto – es ist laut, stinkt, frisst Platz und zerstört Leben. Jedes Jahr sterben weltweit über drei Millionen Menschen am Verkehr. Autofahren ist kein Grundrecht, sondern oft einfach nur verrückt. Dennoch ist die Debatte darüber schrill und hysterisch. Besonders in Österreich.

>> profil.at

Die derzeitige Pendelpauschale fördert Autofahren und weite Wege, kritisiert der VCÖ. Weit ab Wohnen und zur Arbeit in die Stadt pendeln, ist nicht teurer als Wohnen und Arbeiten am gleichen Ort, wie ein aktueller VCÖ-Vergleich für Niederösterreich zeigt. Der hohe Energieverbrauch wird durch die Pendelpauschale attraktiv. Der VCÖ empfiehlt zur Unterstützung von Pendlerinnen und Pendlern einen massiven Ausbau des Öffentlichen Verkehrs sowie Verbesserungen bei Raumordnung und Wohnbauförderung.

>> vcoe.at